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Das biblische Ende des Heiligen Sebastian

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Anon Austria
Anon Austria
07 Oct 2021

⁣Die Kurz-muss-weg Jagdgesellschaft bläst wieder zum Halali und wie es scheint diesmal mit Erfolg. Weidmanns-Heil. Derweil liegen sich alle ausgezuzelten Schwiegermütter der Nation in den Armen, mit brüchiger Stimme beweinen die klapprigen Klageweiber die letzten dramatischen Stunden und Minuten ihres Paradeschwiegersohns, des auf schiefe Abwege geratenen Ohrwaschel-Adonis. Kein Wunder, denn der Basti mit dem langen Wasti war der einzige Grund, warum dieser Generation 100 Plus ein letztes Mal die Lebenssäfte in die ausgetrockneten Glieder schoss bevor sie über den Jordan springen. Der Heilige Sebastian, nun in den letzten Zügen seiner türkisen Hybris, vor ihm Golgotha, die Schädelhöhe, an der die Häscher Kickl, Rendi-Wagner, Kogler und Reindl-Meisinger mit der Lanze des Longinus warten, um ihm, dem Lamm Mikl-Leitners in die Seite zu stoßen, ihm den letzten Rest zu geben. Den Essigschwamm reicht ihm ausgerechnet Reinhold Mitterlehner, beklatscht von Christian Kern. Gepeinigt, ausgepeitscht und verfolgt als türkiser Märtyrer jahrelang von der Justiz, den Staatsanwälten, den Vertretern von Recht und Ordnung, den Journalisten, der Opposition. Gekrönt, um nicht zu sagen gehörnt, ausgerechnet vom Bruder Thomas Schmid, dem Judas in der Geschichte, der seine Rolle zeitweise mit Maria Magdalena verwechselte. Happy End natürlich inklusive. Dramatisch begann schon der Tag. Im neuen Garten Getsemani, dem hausdurchsuchten Kanzleramt die Heilige Elisabeth, auch einfach nur „die Köstinger“ genannt. An der Seite des mit Dornen Geschundenen, der Fels Danilo, alias Kunhar, alias der Laptop, alias Gernot Blümel. Und auch ein Karl durfte am Kreuzweg nicht fehlen, Nehammer der Terroristenversteher. Alle schwören ihm die Treue, solange bis halt die Hähne, sprich die Landeshauptleute, drei Mal krähen. Wer solche Freunde hat, braucht Opposition auch keine mehr. Der holde Knabe im lockigen Haar beweint mit den Seinen das unfassbare Schicksal: „Alles NXXXXX außer Mutti“, stammelt er mit letzter Kraft. Das von ihm in Kürze verlassene Paradies stellt sich wie folgt dar: Eine wie das Rote Meer von Moses gespaltene Gesellschaft, radikalisierte Ränder, eine durch das Corona-Chaos um die Zukunft beraubte Jugend, fehlende Arbeitsplätze, Grund und Freiheitsbrüche, Skandale und Affären am laufenden Band, Terroranschläge in Wien, abgeschobene Kinder und gehätschelte Mörder, korrupte Freunde, kriminelle Geschäfte. Und dennoch weint das Land, wie einst Argentinien um Evita Peron. Nur diesmal sind es nicht die Heere der Berufstätigen, sondern das politische Kanonenfutter, also der Bauern- und der Seniorenbund. Man könnte es auch Stockholm-Syndrom nennen. Eine Frage an die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes: Ab welchem Zeitpunkt genau, hat sich ein Großteil der Gesellschaft dazu entschlossen, sich mit dem Bösen zu solidarisieren, anstatt das Gute zu suchen, dem Ehrlichen zum Durchbruch zu verhelfen. Diese Frage wird bleiben, Kurz wird gehen. Garantiert!

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